Presse Übersicht
Die
Behandlungsschritte einer Implantatversorgung:
Drei Monate keine
feste Nahrung?
Seit Januar 2005 bekommen Kassenpatienten auch Festzuschüsse für Implantate.
Dr. Jörg Brachwitz vom Informationszentrum Implantologie Plus in Herne zeigt,
welche Schritte bis zu einer vollständigen Versorgung auf Implantat-Basis
nötig sind. Er nennt vier typische Fälle:
1. Der häufigste
Fall
Bei etwa 90 Prozent der Patienten hat sich der Kieferknochen
durch die Lücke
im Gebiss soweit zurückgebildet, dass er nicht mehr stark genug ist, um
Halt für ein Implantat zu bieten. In den meisten dieser Fälle, reicht
die Knochendicke aber so weit aus, dass der Zahnarzt den nötigen Knochenaufbau
und den Implantat-Eingriff in einer einzigen Sitzung durchführen
kann.
Die Schritte sind dann:
Nach einer Beratungs- und Planungsphase von ca. vier Wochen kommt
der Eingriff, bei dem das Implantat gesetzt und gleichzeitig der
Knochen gestärkt wird,
wofür dem Implantologen mehrere moderne Möglichkeiten zur Verfügung
stehen. Der Eingriff dauert selten länger als eine Stunde. Dann folgt eine
Einheilzeit von drei bis sechs Monaten. Während dieser Zeit wächst
das Zahnfleisch über dem Implantat zu und der Patient müsste eine provisorische
Versorgung bekommen, mit der er ganz normal essen kann. Monatelange Einheilzeiten
ohne feste Nahrung sollten also der Vergangenheit angehören. Patienten sollten
dies schon vor der Behandlung mit ihrem Implantologen klären. Im dritten
Schritt wird das Implantat wieder freigelegt und die Vorbereitungen für
den Zahnersatz getroffen, wofür der Zahnarzt eventuell Abdrucke vom Gebiss
nimmt. Nach weiteren zwei Wochen ist das Zahnfleisch am Implantat geheilt. Dann
wird der Zahnersatz auf das Implantat gesetzt. Er besteht aus Kronen, Brücken
oder Prothesen und je - nach dem wie aufwändig er ist - dauert
diese Behandlungsphase zwei bis vier Wochen.
2. Bei sehr schwachem Knochen
Ist der Kieferknochen schon sehr schwach, kommt zu dem oben skizzierten
Ablauf noch ein Schritt hinzu: Nach der Beratungs- und Planungsphase
ist dann ein eigener Eingriff nur für den Knochenaufbau nötig.
Nach einer Einheilzeit von sechs bis neun Monaten folgt dann der
Implantat-Eingriff und danach geht es weiter wie im obigen Fall.
3. Für ganz Eilige
Ist der Knochen von Beginn an stark genug, können die Patienten nach rascheren
Versorgungsformen fragen. In manchen Fällen ist es sogar möglich,
Implantat und Zahnersatz an einem einzigen Tag zu setzen.
4.
Keramik-Implantate
Die neuen Z-Lock-Implantate auf Keramik-Basis bestehen aus nur einem
einzigen, hochstabilen Stück, das schon während der Einheilzeit aus dem Zahnfleisch
ragt und mit einem provisorischen Zahnersatz versorgt ist. Das Zahnfleisch wächst
während dieser Zeit ans Implantat heran und muss vor dem eigentlichen Zahnersatz
nicht neu geöffnet werden. Dieser Schritt und die zweiwöchige
Einheilzeit entfallen daher.
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