04/2009
Neueste Zahnimplantate aus Keramik sind besonders körperverträglichDer metallfreie Zahnersatz ist ideal für Allergiker, chronisch kranke Patienten und metallsensible Menschen
Herne. Zahnimplantate haben viele Vorteile. Sie sitzen im Gegensatz zu Prothesen fest im Kiefer, sind sehr haltbar und sehen wie natürliche Zähne aus. Bei einem Implantat handelt es sich um eine künstliche Zahnwurzel, die in ihrem Aussehen einer Schraube gleicht und in den Kieferknochen eingebracht wird, wo sie mit diesem verwächst. Auf der Spitze der künstlichen Zahnwurzel befindet sich der Zahnersatz.
Da Implantate mit dem Körper eine enge Verbindung eingehen, mussten chronisch kranke Menschen und Personen, die auf Metalle sensibel reagieren, bisher auf Implantate allerdings verzichten. Der Zahnersatz, der in der Regel aus dem Edelmetall Titan oder Kunststoff besteht, kann nämlich bei Allergikern, Diabetikern, Rheumatikern und Patienten mit Stoffwechsel- oder Herz-Kreislauf-Erkran-kungen Unverträglichkeitsreaktionen und Entzündungen auslösen. Das Immunsystem dieser Menschen reagiert auf Fremdkörper besonders empfindlich.
Ideal: die neueste Generation von
Keramik-Implantaten
Was die meisten dieser Risikopatienten nicht wissen: Auch sie können jetzt mit modernem Zahnersatz versorgt werden - nämlich der neuen Generation von
Keramik-Implantaten. Sie bestehen aus Zirkonoxid, das sich nicht nur durch seine extreme Stabilität, sondern auch eine ausgezeichnete Körperverträglichkeit auszeichnet. Zirkon-Implantate wachsen besonders gut in den Kieferknochen ein und auch die Zahnfleischbildung um das Implantat verläuft günstiger als bei Titan-Implantaten. Gegenüber Temperatur-schwankungen ist das Material unempfindlich. Wechselwirkungen mit anderen dentalen Werkstoffen sind unbekannt. Damit erfüllen
Keramik-Implantate hohe Anforderungen an einen körperverträglichen Zahnersatz.
Ästhetisch und bruchfest
Geschätzt werden die neuen
Keramik-Implantate auch für ihre ästhetischen Vorzüge. Dank ihrer hellen, zahnähnlichen Farbe gehören dunkel schimmernde Metallränder im Gebiss, wie sie bei Titan-Implantaten vorkommen, der Vergangenheit an.
Keramik-Implantate sind daher auch für den Einsatz im Frontzahnbereich ideal. Ein weiterer Vorteil des Zirkonoxid-Implantats besteht in seiner Biegefestigkeit. Sie ist viermal so hoch wie bei Titan-Implantaten, sodass das Risiko einer Fraktur deutlich geringer ist. In punkto Kosten gibt es zwischen einem Keramik-Implantat und Titan-Implantat keinen nennenswerten Unterschied.
Zirkon - das weiße Gold
Zirkon ist ein Mineral. Mittels verschiedener Veredelungsprozesse entsteht daraus der Werkstoff für die
Keramik-Implantate. Heute gilt es als perfektes Dental-material. Das "weiße Gold" löst keine Fremdkörper-reaktionen aus und überzeugt durch Stabilität und Ästhetik. In zahlreichen klinischen Studien hat es diese Qualitäten bewiesen.
Verträglichkeitstest empfohlen
Chronisch kranke Patienten und Menschen, die zu Unverträglichkeitsreaktionen und Allergien neigen, sollten sich vor dem Einsatz eines Implantats von einem Spezialisten umfassend beraten und einen Verträglichkeits-test durchführen lassen. Mit Hilfe eines solchen Tests kann der Implantologe feststellen, ob der Patient auf einen Werkstoff sensibel reagiert und welche Dentalmaterialien für ihn am besten geeignet sind.
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